Überblick
Was ist Fair Value Gap (FVG)-Strategie?
Ein Fair Value Gap (FVG) ist ein Preisungleichgewichtsmuster mit drei Kerzen, das entsteht, wenn sich der Preis so aggressiv in eine Richtung bewegt, dass sich die Dochte der ersten und dritten Kerze nicht überlappen. Die daraus resultierende Lücke stellt eine Zone dar, in der kein zweiseitiger Handel stattfand – mit anderen Worten: Angebot und Nachfrage hatten nie die Chance, ein Gleichgewicht zu erreichen.
Das Konzept basiert auf den Methoden Smart Money Concepts (SMC) und Inner Circle Trader (ICT). Institutionelle Teilnehmer bewegen den Preis routinemäßig in schnellen, aggressiven Schüben, um große Positionen aufzubauen oder zu verteilen. Diese schnellen Bewegungen hinterlassen eine ungefüllte Lücke – die FVG –, die der Preis häufig wieder füllt, bevor er wieder in die ursprüngliche Richtung zurückkehrt.
Händler identifizieren bullische FVGs als Unterstützungszonen und bärische FVGs als Widerstandszonen. Bei einem bullischen Setup fällt der Preis wieder in einen bullischen FVG und kehrt nach oben um. Ein bärisches Setup beinhaltet einen Preisanstieg in einen bärischen FVG und einen Rollover. Die FVG-Zone selbst wird häufig als Einstiegsbereich verwendet, wobei direkt hinter der Zone ein Stopp und ein Take-Profit beim nächsten signifikanten Hoch oder Tief platziert werden.
FVGs sind besonders effektiv bei höheren Zeitrahmen (4 Stunden, täglich), wo die institutionelle Aktivität am deutlichsten sichtbar ist, und können aus Gründen der Präzision zur zeitlichen Erfassung von Einträgen in niedrigeren Zeitrahmen verwendet werden. Durch die Kombination der FVG-Analyse mit Liquiditäts-Sweeps (Stop-Hunts) und Marktstrukturbrüchen wird die Signalqualität deutlich verbessert.