Überblick
Was ist Chaikin-Geldfluss (CMF)?
Der Chaikin Money Flow (CMF) Indikator, entwickelt von Marc Chaikin, misst die Menge des Geldflussvolumens über einen bestimmten Zeitraum (typischerweise 20 oder 21 Perioden). Er kombiniert die Preisposition innerhalb der täglichen Spanne mit dem Volumen, um festzustellen, ob ein Wertpapier unter Akkumulation (Kaufdruck) oder Distribution (Verkaufsdruck) steht.
Die Berechnung umfasst zwei Schritte. Zuerst erfolgt der Geldfluss-Multiplikator = ((Schlusskurs − Tiefstkurs) − (Höchstkurs − Schlusskurs)) ÷ (Höchstkurs − Tiefstkurs). Dies setzt den Schlusskurs relativ zur Tagesspanne auf einer Skala von −1 (Schlusskurs am Tiefstkurs) bis +1 (Schlusskurs am Höchstkurs). Zweitens erfolgt das Geldflussvolumen = Multiplikator × Volumen. CMF = Summe der Geldflussvolumina über N Perioden ÷ Summe der Volumina über N Perioden.
Das Ergebnis schwankt zwischen −1 und +1. Werte über 0 zeigen einen Nettokaufdruck (Akkumulation) an; Werte unter 0 zeigen einen Nettoseriendruck (Distribution) an. Ein anhaltender CMF über +0,25 signalisiert starkes institutionelles Kaufen; unter −0,25 signalisiert starke Distribution. Der Schnittpunkt mit der Nulllinie ist das primäre Signal.
Divergenz ist eine leistungsstarke Anwendung: Wenn der Preis neue Höchststände erreicht, der CMF jedoch nicht bestätigt (im negativen Bereich bleibt oder fällt), signalisiert dies, dass die Rallye nicht durch echten Kaufdruck gestützt wird — eine bärische Warnung. Umgekehrt gilt dies für bullische Divergenz.