Überblick
Was ist Smart-Money-Konzepte (SMC)?
Smart Money Concepts (SMC) ist ein Handelsrahmenwerk, das versucht, das Verhalten großer institutioneller Teilnehmer – Banken, Hedgefonds und Market Maker – zu modellieren, die gemeinsam Preise auf der Suche nach Liquidität bewegen. Im Gegensatz zu einzelhandelsorientierten Ansätzen, die sich auf nachlaufende Indikatoren konzentrieren, legt SMC Wert auf die Lektüre roher Preisbewegungen, um zu verstehen, wo Institutionen Positionen akkumulieren oder verteilen.
Das Framework basiert auf mehreren Kernkonzepten. Unter Liquidität versteht man Cluster von Stop-Loss-Orders, die über den Swing-Hochs oder unter den Swing-Tiefs liegen. Institutionen treiben den Preis in diese Zonen, um die Stopps zu „jagen“ und lösen so einen großen Pool an Aufträgen aus, mit denen sie ihre eigenen Positionen füllen. Nach dem Sweep kehrt sich der Preis stark um.
Die Marktstruktur wird durch die Identifizierung von Higher Highs (HH), Higher Lows (HL), Lower Highs (LH) und Lower Lows (LL) analysiert. Ein Strukturbruch (BOS) oder Charakterwechsel (CHoCH) signalisiert eine mögliche Trendumkehr oder Fortsetzung. Orderblöcke – die letzte Aufwärts- oder Abwärtskerze vor einer signifikanten Impulsbewegung – dienen als Wiedereintrittszonen mit hoher Wahrscheinlichkeit. Fair Value Gaps (FVGs) und Breaker Blocks werden zur Feinabstimmung des Einstiegszeitpunkts und zur Festlegung präziser Risikoniveaus verwendet.
SMC ist ganzheitlich: Es kombiniert Liquiditätsanalyse, Marktstruktur, Orderblöcke, FVGs und Tageszeitüberlegungen in einer umfassenden Methodik zur Identifizierung hochwahrscheinlicher Handelskonstellationen mit genau definiertem Risiko.